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Die Grillzange

Fleisch auf dem Grill wird mit einer Grillzange gewendetSommerzeit heißt Grillzeit und dafür benötigt man natürlich das passende Zubehör, genauer gesagt eine Grillzange, mit der man sein Grillgut besonders einfach wenden kann. Bei einer Grillzange handelt es sich um eines der Objekte, das seine ideale Form vor langer Zeit gefestigt und seither nicht verändert hat. An den schönsten Tagen der heißen Jahreszeit, genügt es, das Fenster zu kippen oder auf den Balkon zu treten – der Wind trägt einem den einzig wahren Sommerduft von selbst in die Nase: Grillfleisch. Schweinenacken, Schweinebäuche, Rindersteaks, Bratwürste, und, vielleicht, die ein oder andere Aubergine oder Zucchini.

Der beste Grillmeister im ganzen Land grillt nicht über einem Eimer mit Rost. Und wendet die Steaks nicht mit der Gabel in der Hand sondern mit einer Grillzange. Denn eine Gabel erweist sich hier als unvorteilhaft, denn durch das Einstechen wird das Fleisch zäh, das Gemüse unansehnlich, eventuell abgebrochene Stücke verderben den Spaß und die austretende Flüssigkeit tropft in die heiße Glut, wodurch Dämpfe entstehen, die, zu allem Überfluss, gesundheitsschädlich sind.

In der Folge sollen einige Kriterien erarbeitet werden, die Sie bei einem etwaigen Neukauf einer Grillzange berücksichtigen können. Prinzipiell sind die Aufgaben einer Grillzange schnell umrissen: Sie soll die Speise fest im Griff haben, gut in der Hand liegen und muss hitzebeständig sein. Ein Spezialist ist die Fisch-Zange. Hier wird der Fisch – oder anderes Grillgut – ganz von einem Gitter umgeben und ist auf diese Art sehr leicht zu wenden.

Die Länge der Grillzange

Ein Schaschlikspieß wird mithilfe einer Grillzange gewendetJe nach vorhandenem Platz am Grill und aufkommender Hitze sind unterschiedliche Abstände von Vorteil. Deswegen sind Modelle unter 30 cm Gesamtlänge für den kleinen Arbeitsbereich zu bekommen. Ein mächtiger Grill mit beträchtlichem Umfang verlangt jedoch nach einer langen Zange, damit die Hand keinen Schaden nimmt. Hierfür sind Ausführungen von fast 70 cm Länge erhältlich. Soweit so klar: Die Grillzange ist lang, damit sich der Grillmeister nicht die Hände verbrennt und vom Designer so gestaltet, dass man eine Wurst oder ein Stück Fleisch problemlos damit packen kann.

Grillzangen aus Holz

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Die Holz Grillzange ist meistens aus „einem Guss“ und aus einem gebogenes Holz, das mit etwas Druck an der Spitze zusammengeführt werden kann. Ihr eleganter, langer Stiel verhindert Verbrennungen. Diese Variante besteht fast immer aus einem antibakteriellen Material. Für die Herstellung einer Holz-Grillzange werden vornehmlich kleinfaserige Harthölzer verwendet. Am geläufigsten ist das Holz der Buche. Dieses Holz ist häufig in Küchen zu finden, beispielsweise in Arbeitsplatten, Schneidbrettern oder Messergriffen. Kirsche, Esche und Olive sind in der Maserung sehr attraktiv, bedienen daher eher den exklusiveren Geschmack. Hinter dem Begriff „Zebrano“ verbirgt sich ein tropisches Edelholz. Es hat den Ruf, einen unangenehmen Geruch zu verbreiten.

Edelstahl Grillzangen

Eine Grillzange aus Metall, meist Edelstahl, ist mit Sicherheit immun gegen Hitze. Im Gegensatz zur hölzernen Version ist die stählerne Grillzange auch in jedem Fall spülmaschinentauglich. Die Spitze ist im Idealfall so beschaffen, dass auch das fettigste Stück Fleisch ihr nicht entkommen kann und rasch auf dem Teller eines hungrigen Gastes oder nörgelnden Kindes landen kann. Da dieses Material jedoch ein guter Leiter ist, müssen die Hände geschützt werden. Es gibt Variationen mit Griffen aus Holz oder Kunststoff; für ein schlichtes Modell sollten Sie einen Topflappen oder zumindest einen langen Ärmel parat haben. Außerdem gibt es noch die „Grillschere„, die aus zwei Teilen gefertigt ist und mit der sich etwas müheloser zupacken lässt.

Das Gelenk

Häufig sind die Schenkel bei Metallzangen durch einen Splint verbunden. Wie bei einer Schere liegen die Metalle dicht aneinander. Das hat den Nachteil, dass sich diese Stellen auf Dauer schlecht reinigen lassen. Problemlos im Hygienebereich ist die Grillzange aus einem Stück. Bei Holzmodellen trifft dies auch zu. Jedoch ist hier das „Gelenk“ der fragilste Teil, da die Maserung hier die geringste Verbindung hat. Zum Glück lässt sich ein Bruch hier leicht und einfach mit etwas handwerklichem Geschick schnell beheben.

Extras

Neben den schlichten, anspruchslosen Modellen, gibt es noch einige, mit kleinen Extras, die Ihnen eventuell wichtig sein könnten. Eine Öse zum Aufhängen oder angefügte Seitenstützen zur Ablage sind bei der Unterbringung hilfreich. Teils ergonomisch geformte Griffe schmeicheln der arbeitenden Hand. Für den fleißigen Grillmeister darf ein integrierter Flaschenöffner natürlich nicht fehlen.

Hersteller von Grillzangen

Ein Gegenstand, der gerade in einem so grillfreudigen Land wie Deutschland teilweise tagtäglich in Millionen Familien verwendet wird und gleichzeitig so simpel konstruiert ist, lohnt sich natürlich auch für die Hersteller. Im hessischen Gründau entstehen die Grillzangen Firma „Weber„, die Konkurrenz von „Landmann“ hat ihren Sitz bei Bremen. Der wohl bekannteste Hersteller sämtlicher Haushaltswaren ist wohl der fränkische Konzern „Fackelmann„, 1948 in Hersbruck bei Nürnberg gegründet und bis heute ebendort ansässig.

Die Küchenzange – die Alternative zur klassischen Grillzange

Ein praktisches „Zwitterwesen“ der Haushaltszangen kommt aus dem Bochumer „Bratwursthaus“. Die Küchenzange ist ein Designklassiker, den man vor allem aus den Imbissbuden kennt. Schlichte Formensprache mit eleganten Rundungen, die glänzende Edelstahloberfläche. Zwar ist die Küchenzange weniger lang als die klassische Grillzange, dafür eignet sich sie genauso gut, wenn das Grillfest wegen Sommerregen nach drinnen verlagert werden muss. Ihr natürliches Habitat ist an der Pfanne, wo sich mit der kurzen Küchenzange jegliches Fleisch, jede Wurst und natürlich genauso jedes Gemüse greifen lässt. Nicht umsonst ist diese Zange der Liebling der Gastro-Profis und als solcher seit vielen Jahren bewährt.

Grillen als Darstellung eines Status

Wer bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Garten einen komplizierten Aufbau unternimmt, will nicht nur satt werden, sondern – versteht sich – auch Equipment vorführen. Der Effizienzanspruch unserer modernen Arbeitswelt kennt keinen Feierabend. Er hält Einzug in unsere Gärten. Der Einsatz von Elektrogrills und Heißluftföns ist nicht mehr überall verpönt. Es ist wie ein großer Wettbewerb, der zeitgleich in allen Gärten ausgebrochen ist: Wer schafft in der kürzesten Zeit die meisten Brocken Fleisch gar zu grillen?

Der Reiz des Grillens liegt zweifellos in seiner Archaik. Zwar nutzt man glühende Kohlen, dennoch ist es ein wenig so, als würde man das erlegte Tier über dem offenen Feuer zubereiten, die hungrige Familie im Nacken. Es steckt viel Ursprünglichkeit in dieser Art der Essenszubereitung, in der Einfachheit zwischen Glut und Rost, die so gar nichts mit Ceranfeldern und Keramikbeschichtung zu tun hat.